Auf auf …. Cusco wartet schon

Huancavelica – Ayacucho – Cusco

Der letzte Eintrag ist erst eine Woche her, aber da wir ja irgendwann mal wieder annähernd up-to-date sein möchten, das Internet in Bolivien mit Sicherheit noch rarer und schlechter wird, kommt jetzt schon der Nächste. Und zur Erinnerung: wenn mehrere kleine Fotos beeinander sind, kann man sie anklicken um sie größer zu sehen.

Unsere zwei Ruhetage in Huancavelica sind wirklich notwendig. Unsere Körper schreien nach Kalorien und Ruhe. Daher sieht unser Tagesablauf folgendermaßen aus:

aufwachen – ausgiebigst frühstücken – ins Bett legen und Routen recherchieren – Mittagessen mit Nachspeise(n)– ins Bett legen und Whatsapps an Freunde und Familie schreiben /Blog schreiben/ Fotos aussortieren – NachmittagskucheN – ins Bett legen und weiter recherchieren – Abendessen mit Nachspeise – ins Bett legen, Film streamen, Bier trinken und Süßes dazu essen. Und zwischen den ganzen Bindestrichen kommen dann noch unzählige Snacks dazu. So lässt sich’s ruhen!

Hier eine Galerie von 1 ½ Tagen Nahrungszufuhr!!! (die restliche Zeit würde sich sonst nur alles wiederholen ;-) ) Und nur weil es evtl. nur einmal am Foto drauf ist, heißt es nicht, dass es nur EINMAL in unseren Mägen gelandet ist ;-) (Enrollada de Hotdog z.b. drei Stück auf einmal ;-) ) .

 

Huancavelica ist ein echtes Paradies für pseudo-ausgehungerte Radler!!!!! Zwei Panaderien mit einer Auswahl wie wir sie seit Costa Rica nicht mehr hatten.

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Für südamerikanische Verhältnisse waren sie auch ganz gut, aber es zählt so und so nur eines: Kalorien, Kalorien, Kalorien will der Körper nach solchen Radtagen. Es gibt auch richtigen Kaffee (wenn auch nur Vormittags) und abends viele Essensstände auf den Straßen. Wie der Zufall es so will ist gerade eine Feria mit vielen Essensständen: so sieht unser Frühstück aus nachdem wir alle Stände begutachtet haben:

Nach zwei Tagen Pause geht’s wieder weiter. Wir machen uns auf den Weg nach Ayacucho um unsere Päckchen abzuholen. Das aufstehen in der Früh fällt schwer – unsere Körper sind nach wie vor müde (oder schwerer vom vielen Essen ;-) ). Wir freuen uns schon auf die lange Pause in Cusco. So schälen wir uns also doch raus aus dem Bett – auch das ist nicht so leicht, denn die 4 schweren Wolldecken wollen erst mal zur Seite gehoben werden. Noch schnell Cocablätter für den Besuch einkaufen,

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die Sachen vom Schneider holen

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und los gehts.

Raus aus Huancavelica und rein in eine rund 70 Km lange Baustelle. Gefährlich: Arbeitende Männer ;-)

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Die Straße nach Lircay wird asphaltiert, wir sind also ein Jahr zu spät dran für unsere geliebte Piste. Teilweise existiert sie aber noch. Es geht angenehm bergauf, kein Vergleich zu den Steigungen im Great Divide – wir fahren 8-10 km/h und können nebenbei noch reden (3700hm und aufwärts). Die Baustellenfahrzeuge fahren mit großen Abstand an uns vorbei, (zum Glück auch dieser, sonst hätten wir ne Dusche bekommen)

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manche bremsen sich sogar noch ein um uns nicht allzu sehr einzustauben, ansonsten ist eigentlich keinVerkehr. Die Fernsicht ist wunderschön, also stört es uns komischerweise auch nicht, dass wir die Straße teilen müssen. Es wird ja auch nicht 70 km lang durchgehend gearbeitet, sondern nur abschnittsweise. So haben wir dutzende KM unsere Ruhe (mit Piste :-) ). So lange wir schöne Ausblicke bei unseren Essenspausen haben sind wir zufrieden ;-) .

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Manchmal sind wir zum Warten verdonnert, das nutzen wir dann für ein Pläuschchen.

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Oder um uns wieder einmal über brennende Berge zu wundern.

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Hinunter geht es ein kurzes Stück auf Asphalt, das macht Spaß.

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Wir sind die letzten Wochen oft an Schildern mit dem Hinweis „archeologische Stätte“ vorbeigefahren ohne etwas sehen zu können. Dieses mal ist es eindeutiger.

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Wir entdecken auch wieder einzigartige Steinformationen.

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In Lircay checken wir in eine günstige Hospedaje ein. Es ist nämlich Sonntag, da werden wir kein Glück in der Municipalidad haben und das Dorf ist viel zu groß als dass hier jeder jeden kennen würde. Tagesetappe 75km, eine Zweitagesleistung vom Great Divide an einem Tag. Yipi!!

In Peru verbinden oft die Leute Österreich nur mit Hitler. Trotzdem können wir uns nur wundern und den Kopf schütteln als wir dieses Restaurant entdecken.

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Der Morgen beginnt früh. Unser Zimmer geht nämlich zum Busbahnhof raus. Und falls sich jemand spontan entschließen sollte eine Reise unternehmen zu wollen, ruft ein Mann im Sekundentakt: Huancayo, Huancayyyyyyyyyoooooooo !! (Stadtname)

Wir rollen raus aus Lircay, bei überraschenden 3 Grad Plus. Auf 3200 hm haben wir uns morgendlich schon etwas mehr Wärme erwartet. Es geht endlos lange in einem Canyon dahin. Egal wohin das Auge schaut, nur Eukalyptusbäumen. Wir haben das Gefühl überhaupt nicht voran zu kommen, wie in einem Hamsterrad verändert sich die Landschaft um uns nicht und alles zieht gleichmäßig an uns vorbei. Einzig ein Mann mit einem „Anden“horn kann uns für kurze Zeit ablenken.

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Es steht eine 40km lange Steigung an. Sabrina ist heute nicht gerade motiviert, sie würde lieber gestern als heute schon in Cusco sein. Und da es an hilfsbereiten Pickup-Fahrern mangelt (Nachteil von wenig Verkehr ;-) ) winden wir uns weiter dem Gipfel entgegen.

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In einer langgezogenen Kurve rennen drei Hunde wie verrückt über eine Wiese auf uns zu. Alle drei kläffen und fletschen die Zähne wie die Irren. Einer von ihnen kommt verdammt nahe ran an Sabrina und versucht zuzuschnappen. Sie reißt noch die Beine in die Höhe und der Hund erwischt ihre rechte hintere Tasche. Vor Schreck fährt sie beinahe in den Graben, kann aber noch rechtzeitig abbremsen. Das ist dann auch der Zeitpunkt in dem die Hunde kehrt machen. Der Schreck verwandelt sich schnell in pure Wut. Die Radtasche ist heil, aber die Hundebesitzerin die nur 100 Meter von uns entfernt sitzt und keine Anstalten macht auch nur irgendwas zu unternehmen, bringt uns zum kochen!! Sabrina überlegt kurz hinzugehen und der Frau die Meinung zu „geigen“, aber das wäre nicht fair. Sie würde die ganze Hundeattackenwut der letzten 8 Monate abbekommen und verändern würde es so oder so nichts. Also wieder raufs aufs Rad und die Wut wegstrampeln.

Nach ein paar Serpentinen sind wir endlich wieder auf der Höhe auf der es uns gefällt und mit den Aussichten die unsere Augen so genießen. Das hebt dann auch die Stimmung von Sabrina.

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Wir passieren Minidörfer

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und sehen unsere geliebten Korallen.

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In Buenavista schlagen wir die Einladung auf Erdäpfel aus (ansonsten nicht unsere Art) – aber wir haben erst 5 Minuten davor unser zweites Frühstück eingelegt. Würden wir jetzt noch einen Erdäpfel essen, wäre auch die sanfte Steigung eine Qual. Der Verkehr ist minimal, einzig der tierische ist vermehrt vorhanden ;-) .

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Aber es sind wieder Alpakas, Lamas (immer wenn wir glauben endlich den Unterschied zu erkennen, kommt ein Exemplar daher, dass uns verunsichert) und auch Vicunas

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zu sehen. So radeln und radeln wir weiter. Wieder mit Durchschnittlich 9 km/h. 40Km hinauf und 1300 hm. Die selben Höhenmeter waren in den letzten Wochen immer in einer Distanz von maximal 20km zu bewältigen. Das hier ist also eine Wohltat für unsere müden Beine.

Oben gibt es ein letztes Passfoto mit Patch.

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Ach was hatten wir anfangs Sorgen mit unserem Adoptivkind!!! Die ständigen Patschen ließen uns verzweifeln und auch ernsthaft überlegen nur auf Hauptstraßen zu fahren. Aber der Radmechaniker in Huaraz, danke Arthuro, hat beste Arbeit geleistet. Patch hat den Great Divide überstanden, ohne irgendwelche Muxer!!!! DAS ist eine Leistung. Denn dort wird jedes Rad hart getestet. Wir sind richtig Stolz auf Patch und Wolfi hat sich in den letzten Wochen mehr als nur mit ihm angefreundet. Wer hätte das gedacht!!!

Heute haben wir es schwer ein windgeschütztes Plätzchen für unser Mittagessen zu finden. Da die Steigungen ja wieder fahrbar sind, schleppt Wolfi sogar zwei Tomaten UND einen Paprika mit sich mit. Trotz Wind können wir die Sonne genießen. Nur ja nicht zu lange, denn sonst steht Sabrina nicht mehr auf.

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Wir genießen die Abfahrt auf bestem, neuestem Asphalt und phantasieren wieder in Wolkenbilder hinein. Die Tierkaravane ist aber eindeutig, oder ;-) ?

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Kurz rasten wir in einem kleinen Dorf und machen uns auf, die letzten HM nach Julcamarca. Hier unten auf 3200hm ist es ganz schön heiß :-) . Viel zu warm für uns!! Unsere Komfortreisehöhe ist eindeutig zwischen 3700 und 4500 hm!! Dort fühlen wir uns temperaturtechnisch am wohlsten und auch die Eukalyptusbäumen gibt es dort nicht mehr ;-) .

Sabrina wäre mal wieder bereit für eine Brücke, statt kilometerweit am Berghang hinunter zum Fluss und auf der anderen Seite wieder hinanauf zu fahren. Nur leider sind die Peruaner noch nicht so weit.

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In Julcamarca ist fast das ganze Dorf auf einer Beerdigung. Die Municipalidad steht offen, aber auch hier sind alle Mitarbeiter am Friedhof. Wer kostenlos schlafen will muss halt manchmal warten. Aber mit Cola und Mehlspeisen aus der Bäckerei ist das gar nicht so schwer.

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Auch wenn man dabei beobachtet wird und einem ein Loch in den Bauch gefragt wird.

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Dann dürfen wir den „Ballsaal“ beziehen.

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Danach setzen wir uns auf den Hauptplatz und schauen dem regen Treiben zu. Ja, endlich wieder ein Hauptplatz, auf dem es Leben gibt! Dazu gehört aber auch das übliche Frage-Antwort Spiel mit den üblichen Verdächtigen. Wir beantworten heute innerhalb einer halben Stunde zum 15mal woher wir kommen, was wir tun, … .

Was werden wir in Wien machen, wenn wir an der alten Donau sitzen und keiner stellt uns Fragen, keiner beachtet uns, niemanden interessiert es woher wir sind, …. !! Wir werden wie eine Eintagsfliege aus dem Showbusiness enden!! Tiefste Depressionen und Minderwertigkeitskomplexe werden wir entwickeln ;-) !

Dann kommt ein Mädchen (auch ihren Fragen haben wir uns gestellt) und lädt uns zum Leichenschmaus ein. Wir werden in den Hinterhof eines Hauses geführt wo alle Leute wie aufgefädelt sitzen und essen. Eine Tradition hier : Nach der Beerdigung gibt es den Leichenschmaus für das ganze Dorf. So sind eben auch wir eingeladen.

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Wer noch nicht weiß woher wir sind und was wir hier tun, der weiß es ab jetzt, denn der Herr neben uns fragt uns natürlich auch aus und das lautstark! Zu Essen gibt es Estufado de carne (wie Gulasch), mit dem besten Stück Fleisch, das wir seit Monaten hatten!!! Köstlich! Dazu wird reihum Pisco und Anisschnaps gereicht. Phu, wir sind danach leicht beschwipst. Beim Verabschieden bedanken sich die Leute bei UNS, dass wir da sind. Wie komisch!!

Am nächsten Tag gibts zuerst mal Frühstück am Hauptplatz, mit Kaffee in Häferln.

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In den letzten Wochen wenn es so verdammt kalt war, haben wir kaum Flüssigkeit zu uns genommen. Daher haben wir uns Pulver mit diversen Geschmacksrichtungen gekauft. So trinkt sich kaltes Wasser leichter. Auch wenn es heute nicht mehr kalt wird, bereiten wir unser Getränk trotzdem zu.

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Danach geht’s noch einmal kurz hinauf bevor es laaaaange bergab geht.

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Es wird trockener, wärmer und die Landschaft immer skurriler. Wolfi steht sichs auf diese Bartbäume – liegt vielleicht daran dass er auch einen hat (wenn auch nicht so grau ;-) ).

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Weiter geht es neben einem Fluss hügelig dahin,

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an kleinen süßen Dörfern vorbei,

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mit traditionell geschmückten Häusern (Glücksbringer)

und irgendwann ist es geschafft … wir sind in Ayacucho. Wir checken in einem Hotel ein und genießen die schöne Kolonialstadt mit ihren schönen Balkonen um den Plaza de Armas.

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Es ist warm, wir können bis spät am Abend kurzärmlig gehen – was für ein Erlebnis, wir haben schon fast vergessen wie sich Wind auf unseren Armen anfühlt ;-) .

Wir holen unsere Pakete von Cruz del Sur, essen uns durch den Markt

und die Straßenstände

bekommen wieder einmal typischen Retourgeld (sie hatte keine 10 centimos mehr, daher gabs ein Zuckerl im Wert von 10 Centimos ;-) )

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und versuchen fast vergeblich eine Möglichkeit zu finden mit dem Bus nach Cusco zu kommen. In vier Tagen kommen Sabrinas Eltern. Es war von Anfang an klar, als wir Huaraz vor über einem Monat verließen, dass, wenn wir in den Bergen bis zum Schluss bleiben, wir einen Bus nach Cusco nehmen müssen.

Tags darauf sitzen wir dann am späten Nachmittag in einem Minivan und unsere Räder sind auf dem Dach verstaut.

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Der erste Pass ist mit einer kleinen Hochebene ganz schön, aber mit all den rasenden Autos ist das mit dem Fahrrad sicher nicht zu genießen. Nach über 4 Stunden Serpentinenfahrt heißt es dann umsteigen. WENN denn der Bus noch da wäre. Angeblich ist er schon losgefahren ohne uns, wir sind aber noch in der Zeit, …. wir schieben die Schuld auf das Minivanunternehmen, dass es keine Plätze für uns im nächsten Bus reserviert hat. Es steht nämlich einer dort – DER einzige der hier um diese Uhrzeit losfährt und er ist voll. Na toll!! Wir diskutieren ewig lange mit dem Minivanfahrer hin und her und bekommen zumindest einen Teil unseres schon bezahlten Tickets zurück. Der nächste Bus fährt in der Früh, so handeln wir zumindest aus, dass wir am Busbahnhof schlafen dürfen. Lange ist es eh nicht, denn um 3 Uhr in der Früh soll der nächste Bus fahren. Um 3Uhr45 kommt er dann und wir haben großes Glück. Es sind genau noch 2 Plätze frei. Also alles verladen, rein, schlafen versuchen und wenige Stunden später feststellen, dass wir landschaftlich nichts verpasst haben. Unser Bus ist total langsam, uns überholt jeder und alles. So kommen wir erst am frühen Nachmittag in Cusco an. Ja, Busfahren kann in Peru mit seinen Serpentinen ganz schön lange dauern.

Wir rollen zum Hostel Estrellita, dass seit Wochen unser erstes vorausgeschicktes Paket beherbergt. Anfangs sind wir enttäuscht, es scheint als wären keine anderen Radler da. Naja. Wir sind ja auch aus einem anderen Grund nach Cusco gekommen. Aber als wir unsere Räder in die „Garage“ stellen trifft uns fast der Schlag -……. bumvoll mit andere Räder. So sitzen wir dann auch bereits abends mit anderen Reiseradlern zusammen und plaudern. Fazit: Leute die die Strecke Ayacucho – Cusco geradelt sind stimmten uns zu, dass wir nichts verpasst haben – einfach nur zum Distanzüberbrücken. Die Leute die sie „ganz okay“ gefunden haben, sind vor allem die gewesen die stets auf Hauptstraßen fahren. Also ALLES richtig gemacht. Ohne mit der Wimper zu zucken würden wir sagen, dass wir keine Sekunden unserer Great Divide-Kilometer gegen einen Kilometer auf der Strecke Ayacucho- Cusco eintauschen würden. So hat sich unsere Art zu reisen einfach geändert: wir sind der Meinung, dass wir viel lieber einen Bus für eine langweilige Strecke nehmen würden um dafür mehr Zeit auf schönen, interessanten, abgelegen Strecken verbringen zu können.

Später treffen wir dann auch wieder auf Shane, der ein Monat krankheitsbedingt eine Zwangspause einlegen musste und auf Rico und Tatiana, die von Ecuador über Brasilien nach Cusco geradelt sind. Es kommt uns allen vor als hätten wir uns erst vor ein paar Wochen gesehen, aber es liegen Monate dazwischen.

So und jetzt haben wir 2 Tage Zeit um uns hübsch zu machen,

paar Kilos rauf zu futtern, damit vor allem Sabrinas Mama nicht der Schlag trifft, wenn sie uns umarmt und um die Umgebung erkunden wo es günstiges Bier und Essen gibt ;-) Also Vamos !!!!

Zwischendurch verbringt Wolfi viel Zeit mit seinem neuem Freund: Jamun.

Ein energiegelander 5-jähriger Bursch, der mit seinen Eltern am Rad durch Südamerika radelt. Sehr beeindruckend!

Und dann ist es so weit. Mit einem Plakat

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und zwei Erste-Hilfe-Cusco-Sackerln (Cocatee, Cocablätter, Schoki, Sandswitches, Obst, Stadtplan, … ) bewaffnet stehen wir am Flughafen. Die Wiedersehensfreude ist waaaaaahnsinnig groß!!!

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Die Familienzeit, ganze 16 Tage, wird ausgiebigst genossen. Die Zeit ist uns heilig und sie vergeht viiiiiiiel zu schnell. Wir schlendern gemeinsam über Märkte,

besuchen viele Ruinen in Cusco – Umgebung,

 

sitzen auf Balkons und beobachten das rege Treiben auf dem Plaza de Armas,

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beobachten viele schöne Drachen mit schönem Hintergrund,

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Essen lecker (schließlich sind wir nur noch „eine halbe Portion“ laut Sabrinas Mama),

bekommen von Sabrinas Eltern die Pokemon-hysterie erklärt,

schlendern durch die Gassen,

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schauen uns die Stadt an,

trinken Bier und Pisco sour,

gehen gemeinsam ins Kino (auch ohne Spanischkenntnissen hatten Sabrinas Eltern viel zu lachen) und verbringen viel Zeit plaudernd und schlemmend in Kaffees.

Dank der Einladung von ihnen können wir die Fahrt nach Machu Picchu gemütlich im Zug genießen und die schöne Landschaft ebenso.

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In Machu Picchu haben uns vor allem die dschungelartigen Wege gefallen und die atemberaubende Landschaft in der sich die Stätte befindet. Die Ruinen selbst waren natürlich sehr beeindruckend.

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Nicht zu vergessen, dass es an einem Tag Weihnachten-Ostern und Geburtstag gleichzeitig gibt: die Mitbringsel stehen bereit. Allen vorran natürlich das wieder reparierte Rad das trotz knappen Umstiegszeiten und erneutem Gepäck einchecken in Lima die Reise bis nach Cusco geschafft hat. Und dann die vielen „Kleinigkeiten“. Was das Christkind mit Hasenohren und Geburtstagstorte gebracht hat?? :

eine dringend notwendige neue, kleinere Hose für Sabrina (adios „Umstandshose“),

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neue Zahnbürsten (wir finden die Saugnäpfe einfach so praktisch),

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Zotter – Schooooooooooooooooooooooki und Mannerschnitten (mmmmmmmmh, wir müssen uns sehr beherrschen sie nicht alle gleichzeitig zu essen),

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eine Weltkugel um endlich alle Missverständnisse zwischen Austria und Australia ausräumen zu können,

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Flaggen um beim Radeln nicht zu vergessen wo wir schon überall waren ;-) ,

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die neuen Radtaschen für Wolfi (dankenswerterweise hat Vaude neue geschickt, ohne die Kaputten davor retour bekommen zu haben, zwar in Grün, aber egal, Hauptsache sie halten jetzt bis zum Schluss),

einen SteriPen (was wird wohl Sabrina mit all der neuen Freizeit abends anfangen, wenn sie nicht mehr 30 Minuten lang Liter für Liter mühsam durch den Sawyer Mini Filter quetschen muss),

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neue Patschen für Sabrina Rad – hier gleich auf den ersten Kilometern mit nem Draht auf Pannenschutz getestet

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(die alten hätten es noch paar 1000km gemacht, aber wenn schon die Möglichkeit auf Neue da ist, …. so haben wir sie an einen anderen Radler gegen Schoki, Wein und Co getauscht.)

Pfeffer von unserer Kambodschareise (Pfeeeeeffer!! mit Geschmack!),

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selbstgemachte Marmelade (DIE waren definitiv viel zu schnell weg),

und noch vieles mehr,… . DANKE !!!!!

Als Dankeschön füllen wir eine riesen Tasche für Sabrinas Eltern an die sie wieder mit nach Hause nehmen können :-) . Zu unserem Glück sind sie mit leichten Gepäck geflogen, so dass es sich jetzt am Heimweg mit unseren Sachen ohne Übergepäck ausgeht. Wir radeln also in Zukunft etwas schwerer beladen als im Great Divide 2, aber immer noch viiiiel leichter als zuvor. Juhu!!! Und Patch werden wir zu Hause auch wieder fahren können – 2996km hat er uns begleitet, da können wir ihn nicht einfach hier lassen.

Der Abschied von den (Schwieger-)eltern kommt viel zu schnell, Tränen fließen bei den Damen und dann fühlt sich Cusco ohne Besuch auch noch so leer an.

Zeit weiter zu fahren!!